Gundelach-Glashütte PDF Drucken

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Die Gemeinde Gehlberg wurde 1645 im Zuge des Baues einer von Herzog Ernst I. von Sachsen- Gotha privilegierten Glashütte gegründet und ist damit die jüngste Ortschaft im heutigen Ilm-Kreis. Der Ort bestand zunächst nur aus zwei Wohnhäusern sowie Back- und Brauhaus und Schneidemühle.

Im Jahr 1793 wurden 169 Einwohner gezählt, 1820 waren es bereits 230. Nach dem Bau einer Hohlglasfabrik produzierte man in Gehlberg ab 1842 Tafelglas. Die kleine Dorf-Glashütte spielte eine wesentliche Rolle für den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt.  Im 19. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einem Zentrum in der Produktion von Thermometern und technischen Glasartikeln für Messgeräte. Speziell geformtes Glas war die Voraussetzung von zunächst noch in Handarbeit gefertigten Röntgenröhren und vergleichbaren Elektronenstrahlröhren. Auf diesem Gebiet besaßen Gehlberger Unternehmen (Firma Gundelach) zunächst einen hohen Marktanteil.  Auch in der Entwicklung der Röntgenröhren leisteten die Gehlberger Glasbläser Pionierarbeit, 1904 wurde die Glashütte auf der Weltausstellung in St. Louis mit einem „Grand Prix“ ausgezeichnet. Im Jahr 1875 zählte Gehlberg bereits 450 Einwohner, 120 waren in der Glashütte beschäftigt. Die indutrielle Glasproduktion wurde auch zu DDR-Zeiten in einer eigenen Glashütte fortgeführt und erst 1990 eingestellt.

Gehlberg zählt heute als Flächendenkmal für die Glasproduktion. Im Museum der Gehlberger Glastradition kann man heute alles über die Glasproduktion und das Leben der Glasmacher im 17. und 18. Jahrhundert erfahren. 

 

Veranstaltungen am Sonntag, den 11. September 2011

Glasmacherstraße 1 

 

10:00 - 17:00 Uhr

Führungen nach Bedarf

 

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Adresse
Glasmacherstraße 11

Öffnungszeiten
10:00 - 17:00 Uhr

Imbiss